Werte & Ethik

Transparenz schafft Vertrauen

Was bedeutet Transparenz im Unternehmenskontext?

Es spricht sich rum, Unternehmen müssen sich attraktiver darstellen, innere Werte zählen (Blogbeitrag zu Ethik), nicht nur um für Bewerber attraktiv zu sein, sondern auch für die Mitarbeitenden.

Erfreulicherweise stellen wir von CONSIGEN fest, dass sich, im Zuge von Vision, Mission, Leitbild und Werten, Unternehmen mehr Mühe geben und transparenter werden. Sie zeigen Gesichter, zeigen das Team, die Organisation, den Arbeitsplatz, die Unternehmenskultur und bauen so ihre eigene Arbeitgebermarke auf. Gleichzeitig ist die interne Kommunikation ein Thema, wie wir in unseren Führungskräfte-Coachings bemerken, nicht nur, aber auch wegen der Herausforderung an die Führung hybrider Teams.

Warum ist Transparenz gerade heute so wichtig – sowohl in der Candidate Experience als auch bei allen Mitarbeitenden?

Beginnen wir mit einer Definition, die Transparenz als Wert beschreibt:

„…Transparenz ist in Organisationen und im gesellschaftlichen Diskurs eine Forderung bzw. ein für erstrebenswert gehaltener Zustand (Wert), von frei zugänglichen Informationen über Ziele, Strategien, Abläufe, Sachverhalte und/oder Entscheidungswege. Hiermit sind eine offene Kommunikation (pro-aktiver Informationsaustausch) zwischen den Akteuren aller Hierarchie-Ebenen und Instanzen sowie eine Partizipation verbunden…“ Quelle

Wie transparent ist Ihr Unternehmen?

Um sich dem Thema im eigenen Unternehmen zu nähern, kann man betrachten, was Mitarbeitende aller Ebenen auf die Frage antworten, wie gut sie sich informiert fühlen, wenn es Veränderungen im Unternehmen gibt. Bekommen Sie Ergebnisse vorgesetzt oder sind sie während des Entscheidungsprozesses regelmäßig informiert worden? Waren Sie Teil des Entscheidungsprozesses, konnten Sie sich einbringen? Dabei ist nicht gemeint, jede Entscheidung und jede Überlegung bis ins kleinste Detail weiterzugeben. Nicht Cole Beweggründe müssen benannt werden, nicht alles ist diskutierbar.

Vielmehr geht es darum, eine offene und ehrliche Beziehung zu seinen Beschäftigten aufzubauen. Transparente Kommunikation als Teil der Unternehmenskultur zeigt sich direkt in der Zufriedenheit mit Führungskräften. Dies ergibt auch eine Analyse der KOF-Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich auf Basis von knapp 74.000 Bewertungen auf der Arbeitgeberplattform kununu.

An erster Stelle stand Vertrauen, an zweiter Stelle „offen und transparent informieren“ und der dritte Begriff, der genannt wurde, war die Wertschätzung der Arbeit.

Vorteile einer Unternehmenskultur mit gelebter Transparenz

  • Stärkung der Mitarbeiterbindung
  • Hilfe beim Recruiting von Talenten
  • Förderung von Kreativität und Zufriedenheit des Teams
  • Höhere Motivation und Loyalität
  • Entscheidungen können nachvollzogen und dadurch mitgetragen werden
  • Chance auf wertvolles Feedback und Ideen, Innovationen, Impulse

Wie kann Transparenz gelebt werden?

Hilfreich ist die inverse Betrachtung der Befragungsergebnisse. Welche Verhaltensweisen wirken sich negativ auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden aus. Genannt wurden in dieser Reihenfolge:

  • Mitarbeitende im Stich lassen
  • sie klein halten
  • unangemessen kritisieren
  • für alles verantwortlich machen
  • und …intransparent sein

Intransparenz zeigt sich in der internen Kommunikation, wenn Führungskräfte ihr Handeln dem Team gegenüber nicht nachvollziehbar dar, Informationen eben nicht frei zugänglich sind bzw. nicht über alle Hierarchieebenen hinweg. Wenn erst mühseliges Nachfragen notwendig ist, dann ist ein Unternehmen nicht transparent. So ist z.B. eine reine Ankündigung über Veränderungen intransparent, eine Ankündigung und eine Begründung stellen sicher, dass sich das gesamte Team in die Entscheidungsprozesse des Arbeitgebers eingebunden fühlt.

Drei Vorschläge, wie Transparenz gelingen kann

Rechtzeitig Informationen bereitstellen

Informieren Sie Ihr Team nicht erst, wenn die Entscheidung gefallen ist. Stellen Sie Informationen pro-aktiv einfach zur Verfügung. Stehen Veränderungen an, gibt es neue Abläufe, Prozesse, Services, dann genügt oft schon eine kurze Info über das interne Kommunikationstool. Halten Sie es generell kurz und knapp, keiner hat Zeit sich seitenlange Analysen und Argumentationen durchzulesen. Bringen Sie es in wenigen Sätzen auf den Punkt und kündigen Sie regelmäßige Updates an (und halten Sie dieses Versprechen).

Schaffen Sie einen Rahmen

In der täglichen Informationsflut können wichtige Informationen schon mal untergehen. Kennzeichnen Sie sie entsprechend, bleiben Sie bei den gleichen Begrifflichkeiten und einer einheitlichen Visualisierung. So können z.B. Projekte einen eingängigen Arbeitstitel erhalten und eine farbliche Codierung. Im Intranet oder im zentralen Cloudsystem abgelegt, ergibt sich so mit der Zeit eine chronologische Dokumentation. Ihr Mitarbeiter oder Ihre Mitarbeiterin kann jederzeit nachlesen, an welchem Punkt das Projekt steht.

Kommunikationswege zeigen

Wer ist für was verantwortlich – z.B. bei Verbesserungsvorschlägen, bei Feedback zu laufenden Projekten? Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass es oft an Transparenz bei Kommunikationswegen fehlt. Deswegen sollten diese klar kommuniziert werden – nach innen, aber auch nach außen. Bewerberinnen und Bewerber vermissen oft Klarheit über den Bewerbungsprozess.

Bitte bedenken Sie: Bieten Sie direkte Kommunikation über die Verantwortlichen an, so müssen gleichzeitig die direkte Erreichbarkeit und eine angemessene Reaktionszeit sichergestellt werden.

Gern unterstützen wir Sie mit unserer Expertise, sprechen Sie uns an.

Lesetipp -> Der Weg ist das Ziel im Recruitingprozess

Zum Weiterlesen

Fachartikel Personalwirstschaft – Wie können Arbeitgeber in großen Teams Transparenz herstellen.

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