Karriere-Coaching

Was haben Marketing und Ihre Bewerbung gemeinsam?

Ihre Bewerbung als Schaufenster Ihrer Marke

In meinen Karrierecoachings blicke ich immer wieder in erstaunte Gesichter, wenn ich diesen Zusammenhang anspreche. Dabei ergibt bei genauerem Hinsehen ein durchaus logischer Zusammenhang:

Was im Marketing selbstverständlich ist, wird bei Bewerbungen oft vergessen: Zielgruppe definieren, Stärken klar herausstellen, Nutzen kommunizieren und sich vom Wettbewerb abheben. Unternehmen investieren viel in ihre Markenbotschaft – wie sieht Ihre „Markenbotschaft“ aus? Bewerber verschicken häufig zwar formal korrekte, aber austauschbare Unterlagen. 

Wer die Regeln kennt, ist klar im Vorteil

Dabei gelten für Jobsuche und Marketing erstaunlich ähnliche Spielregeln. Wer sie versteht und strategisch nutzt, erhöht seine Chancen deutlich.

Im Marketing wird ein Produkt oder eine Dienstleistung positioniert. Bei einer Bewerbung sind Sie das Produkt. Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Werte sind die Features, die Sie in ein Schaufenster stellen und ins rechte Licht rücken müssen.

In diesem Beitrag zeige ich, auch anhand von Erlebnissen aus dem Karriere-Coaching, welche Parallelen es gibt und wie Sie diese konkret für Ihre Bewerbung einsetzen können.

Ziel definieren

Eine meiner ersten Fragen lautet immer: Was wollen Sie denn erreichen? Im Sinne von „Wo soll’s denn hingehen?“ Die eindeutige Beantwortung dieser Frage ist zuweilen eine Herausforderung. Aber diese Klarheit ist wichtig, denn erst dann kann ich als Bewerber mit dem Aufbau und der Zielsetzung meiner Bewerbung weitermachen und die Frage nach der Zielgruppe beantworten.

Zielgruppe

Marketing funktioniert immer nur so gut, wie Sie die Bedürfnisse der Zielgruppe kennen. Bei Bewerbungen ist die Zielgruppe ein potenzieller Arbeitgeber. Welche Probleme will oder muss er lösen? Welche Kompetenzen sind gefragt? Was erwartet er vom neuen Mitarbeitenden?

Je besser Sie ihn und seine Anforderungen verstehen, desto präziser können Sie Ihr Angebot formulieren. Schlüpfen Sie in seine Rolle und beantworten Sie die o.g. Fragen aus seiner Sicht. Schon haben Sie die passenden Ansatzpunkte für Ihre Bewerbung.

USP (Alleinstellungsmerkmal)

Im Marketing ist der Unique Selling Proposition entscheidend. Bei Bewerbungen gilt dies genauso: Was macht Sie unverwechselbar? Fachwissen? Branchenerfahrung? Leadership-Skills? Ihr USP muss klar, greifbar und relevant sein. Klarheit ist die Voraussetzung für Sichtbarkeit und Wirkung (siehe Punkt „Sichtbarkeit“).

Storytelling

Gute Marken erzählen Geschichten. Bewerbungen auch! Ihr Lebenslauf und Ihr Anschreiben sollten nicht nur Fakten liefern, sondern eine Story: Wo kommen Sie her, was treibt Sie an, wohin wollen Sie? Damit ist es sehr viel einfacher aufzufallen, denn jede Geschichte ist einzigartig. So werden aus austauschbaren Marken (Bewerbern) sogenannte Love Brands (Favoriten). Ihre Bewerbung wird sich aus der Masse hervortun und im Gedächtnis bleiben.

Emotionen & Vertrauen

Marketing verkauft nicht nur Informationen, sondern Emotionen. Arbeitgeber wollen nicht nur Skills, sondern viel mehr Persönlichkeit und Werte. Authentizität schafft Vertrauen – wie bei einer Marke.

Sichtbarkeit

Marketing nutzt verschiedene Kanäle, sinnvoll und crossmedial, wie z.B. Social Media, Ads, PR. Bewerber nutzen aktiv LinkedIn, Netzwerke, Initiativbewerbungen. Sichtbarkeit ist entscheidend – wer nicht sichtbar ist, wird nicht gekauft.

Call-to-Action

Jede Marketingkampagne endet mit einer klaren Handlungsaufforderung an die Zielgruppe. Klar und deutlich. Bei Bewerbungen fügen Sie sie ans Ende Ihres Anschreiben ein: „Ich freue mich auf ein Gespräch“ – das ist Ihr CTA.

Analogie zum Bewerbungsprozess

Ihre Bewerbung ist wie ein Schaufenster, es erzeugt einen ersten Eindruck von Ihnen als das „Produkt“. Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Persönlichkeit sind das, was Sie „verkaufen“. Die Gestaltung des Schaufensters muss neugierig machen und zeigen, warum Sie interessant sind. In nur wenigen Sekunden entscheidet der Empfänger, ob er stehen bleibt oder weitergeht. Ihr Schaufenster zeigt dabei nicht das komplette „Sortiment“, sondern gezielt die Highlights, die für diese Position relevant sind. Ziel ist nicht, alles zu erzählen, sondern Neugier zu wecken und die Einladung zum Gespräch zu bekommen.

Wer soll stehen bleiben?

Die Zielgruppe ist der Arbeitgeber, der in seinem Markt unterschiedlichen Herausforderungen gegenübersteht. Recherchieren Sie, machen Sie eine Marktanalyse und fragen Sie sich: Was sucht er? Welche Probleme will er lösen? Wenn Sie das wissen, können und müssen Sie Ihre Bewerbung darauf zuschneiden.

Was macht Sie so besonders?

Definieren Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal. Was können Sie, was andere nicht können? Vielleicht ist es Ihre Kombination aus Fachwissen und Führungserfahrung?! Das muss klar erkennbar sein, wie eine Markenbotschaft!

Erzählen Sie Ihre Geschichte

Menschen lieben Geschichten. Statt nur Fakten aufzuzählen, erzählen Sie, wie Sie dahin gekommen sind, wo Sie heute stehen. Was treibt Sie an? Wofür stehen Sie? Welche Ergebnisse/Erfolge können Sie vorweisen?

Zeigen Sie sich

Wie ein Geschäft nicht nur ein Schaufenster hat, sondern auch Werbung macht, sollten Sie auf jeden Fall sichtbar sein: auf LinkedIn, in Netzwerken, vielleicht mit Fach- oder Blogbeiträgen. Zeigen Sie sich, bauen Sie Ihren Expertenstatus sichtbar auf.

Machen Sie den nächsten Schritt einfach

Am Ende Ihrer Bewerbung sollte klar sein, wie der nächste Schritt aussehen könnte, z.B. mit dem Satz: „Ich freue mich auf ein Gespräch.“ Das ist wie ein Schild im Schaufenster: „Kommen Sie rein, wir haben geöffnet.“

Last, but not least: Performance Messung

Im Marketing ist der Return-on-invest ein wichtiger KPI, um den Erfolg zu messen, aber auch für Optimierungen und Anpassungen. Gleiches gilt für Bewerbungen. Fragen Sie sich: Wie viele Rückmeldungen bekomme ich? Wie oft werde ich eingeladen? So können Sie messen, ob Ihr „Schaufenster“ nachhaltig wirkt oder wo Sie nachbessern müssen.

 

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Im nächsten Blogbeitrag sehe ich mir die Gemeinsamkeiten zwischen Sales und Ihrer Bewerbung genauer an.

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